Test: Samurai Riot – Sidescroller mit moralischen Entscheidungen

Wako Factory schickt uns mit Samurai Riot nach Fernost, genauer gesagt nach Japan. Der Titel sieht aus wie ein klassischer Sidescroller mit Beat ‚em Up-Elementen. Das stimmt zwar was das Gameplay betrifft aber die moralischen Entscheidungen heben das Spiel aus dem üblichen Genrebrei hervor. Wir starten mit unserem Test.

Zwei unterschiedliche Helden

Grundsätzlich ist Samurai Riot auf kooperativen Spaß ausgelegt. Zwei Spieler sollten sich vor einem Bildschirm versammeln um den Titel gemeinsam zu zocken. Keine Bange auch Solisten werden genug Spielspaß vorfinden. Als technische Basis wird die Unity-Engine verwendet.

Passend zum Koop-Gedanken gibt es auch zwei spielbare, unterschiedliche Helden. Zum einen hätten wir da den männlichen Protagonisten Tsurumaru. Ein erfahrener Meister-Samurai. Der weibliche Gegenpart ist Sukane, ihres Zeichens zuständig für geheime Infiltratiosaufträge; immer an ihrer Seite – ihr treuer Begleiter der Fuchs.

Die zwei Helden spielen sich recht unterschiedlich. Um die Protagonisten noch weiter zu individualisieren können wir uns zwischen vier verschiedenen Kampfrichtungen entscheiden. Eine spendiert uns beispielsweise mehr Leben und die andere zusätzliche Angriffskraft.

Tsurumaru eignet sich für die ersten paar Runden. Das hat einfache Gründe wie: er kann Angriffe blocken, Gegner festhalten und ordentlich zuschlagen. Zudem verwendet er ein Schwert und kann Granaten durch die Gegend werfen. Sukane hingegen setzt auf schnelle Ausweichmanöver. Als Helfer kann sie ihren Fuchs einsetzten, dieser kann beispielsweise einen Gegner kurzfristig in Ketten legen und zwingt ihn somit zum Stillstand.

Beide Helden verfügen über starke Spezialangriffe die sich aber erst aufladen müssen. Dies geschieht durch bestandene Kämpfe. Je weniger Schaden ihr selbst erleidet desto schneller sind die starken Attacken wieder verfügbar.

Hier lassen wir Granaten vom Himmel regnen.

Schwerwiegende Entscheidungen

Trotz des eigentlich simplen Spielprinzips ist Samurai Riot äußerst herausfordernd. Nicht zuletzt liegt es daran, dass wir von vorne starten müssen falls unser gespielter Charakter über den virtuellen Jordan wandert.

Die Story verläuft bei jedem Spielneustart anders, zumindest, wenn wir bei den Entscheidungen die andere Variante wählen. Immer wieder kommen wir an Knotenpunkte wo wir aus zwei verschiedenen Möglichkeiten wählen müssen. Es ändert sich aber nicht nur allein die Story, selbst die Level und Gegner passen sich an unsere Entscheidungen an. Insgesamt können wir uns acht verschiedene Endsequenzen ansehen beziehungsweise erspielen. Alle drei Charaktere – selbst der Fuchs – spielen eine enorm wichtige Rolle.

Etliche elementare Fragen öffnen sich vor unseren Augen. Ist Ehre wichtig? Stellen wir Familie an die oberste Stelle oder Freundschaft? Folgen wir unserem Meister oder schließen wir uns der Revolution an?

Spielt ihr im Koop und seid ihr euch nicht einig, wird ein PvP-Match gestartet. Die Wahl des Siegers wird dann fixiert.

Die Gegnerauswahl

Die Gegner selbst verfügen über einzigartige Angriffsmuster die wir uns tunlichst einprägen sollten. Bei manchen sollten wir so schnell wie möglich in den Nahkampf, bei anderen wiederum gilt es heftigen Angriffen auszuweichen. Die Kämpfe gegen die jeweiligen Bossgegner sind zwar am schwierigsten machen aber definitiv am meisten Spaß.

Immer wieder kommt es sogar vor das ehemalige Bossgegner zu normalen Gegnern degradiert werden. Nun dürfen wir uns in den einzelnen Level auch zusätzlich mit ihnen herum ärgern.

Spielspaß:

 

 

 

 

 

Fazit:

Samurai Riot ist ein Pflichttitel für Fans von 2D-Beat ‚em Ups. Die schwierigen Entscheidungen zerren uns immer wieder vor den Bildschirm, die Alternativen lassen uns einfach nicht zur Ruhe kommen. Simpel zu lernen, schwer zu meistern lautet das Credo des Titels. Einzig und allein die ab und an auftauchenden Darstellungsfehler trüben das Gesamtbild etwas. Es kann schon vorkommen das wir unseren Charakter doppelt sehen oder das Gegner hängen bleiben. Abspeichern, neu starten und das Problem löst sich von selbst. Hier sollten die Entwickler aber noch nachbessern.


Samurai Riot findet ihr auf Steam für 14,99€

76 Total Views 1 Views Today

Könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.