Test: Antihero – Als isometrischer Dieb im Einsatz

Tim Conkling und Versus Evil lassen uns in ihrem Strategiespiel Antihero einen Dieb allererster Güte verkörpern. Das Spiel selbst wird aus der Iso-Ansicht gezockt und verlangt von uns strategische Entscheidungen, bei denen wir uns aber Zeit lassen können, läuft das Ganze doch rundenbasiert ab. Schnell erlernt aber schwer gemeistert. Wir starten mit unserem Test.

Wer ist der beste Dieb?

Antihero bietet eine Kampagne mit welcher ihr das Spiel und seine Kniffe richtig kennenlernt. Nach ein paar Spielstunden habt ihr sie absolviert, also eigentlich dient sie als riesiges Tutorial. Habt ihr die Kampagne beendet könnt ihr eure Technik weiter verfeinern indem ihr gegen die K.I. auf diversen Schlachtfeldern antretet. Zudem habt ihr die Möglichkeit euch via Hotseat-Modus vor einem Bildschirm mit einem Kumpel zu duellieren. Um das Gesamtbild abzurunden gibt es auch noch einen „Multiplayer-Modus“ in welchem ihr gegen alle anderen Spieler antreten könnt. Dazu muss ein Konto [gratis] beim Entwickler eingerichtet werden. Lediglich eine E-Mail-Adresse und ein Passwort muss angegeben werden.

Leider funktionierten die Server während unserer Zocksessions meist nicht also konnten wir den Multiplayer-Modus nicht wirklich antesten. Es läuft aber grundsätzlich ab wie bei einer Schachpartie. Heißt ihr spielt nicht live gegen euren Widersacher sondern erhaltet eine E-Mail nachdem er seinen Zug gemacht hat. Nun ist man selbst an der Reihe, ist der Zug abgeschlossen erhält der Gegenspieler seinerseits ein E-Mail. Das dreht sich so lange hin und her bis einer die Partie gewonnen hat.

In solchen Comic-Strips wird die kleine Geschichte von Antihero erzählt.

Das eigentliche Gameplay

Hier seht ihr die drei Skilltrees.

Unser Dieb hört auf den wundervollen Namen „Lightfinger“. Mit diesem ziehen wir über die Karte und entfernen somit den „Fog of War“. Zu Beginn stehen unserem Helden drei Aktionen pro Runde zur Verfügung. Schleunigst erobern wir Gebäude um sie für unsere Gehilfen begehbar zu machen. Bevor ihr jedoch eure diebischen Aktionen vollführt solltet ihr immer einen Blick auf den Skilltree werfen. Dort könnt ihr euren Helden mit einer Waffe versorgen, „Cooking“ erlernen – dies wird benötigt um Gehilfen anzuwerben, eine Gaunertruppe freischalten oder euch ein „Bribery“ kaufen – das ist ein Siegpunkt.

Auf jeder Karte gilt es vor dem Gegenspieler die Siegpunktleiste voll zu haben. Dazu könnt ihr beispielsweise eine Kirche besetzen oder Gesetzlose töten. Ihr könnt eurem Gegner sogar wieder Siegpunkte abluchsen. Einfach eine besetzte Kirche mit einem Trupp Schläger aufsuchen und schon wird diese wieder neutral. Das heißt theoretisch den jeder Spieler kann darin auch eine Bombe platzieren. Sobald wir das Gebäude dann betreten „BOOOM!“ und der Anlauf gilt als fehlgeschlagen.

Durch diese Kniffe entwickelt sich ein tolles Katz und Maus Spiel, das schnell von der Hand geht aber euch trotzdem nicht unterfordern wird.

Geld und Laternen?

Zwei Ressourcen müsst ihr bei Antihero in den Augen behalten das ist erstens der schnöde Mammon und zweitens die Laternen. Mit den Goldmünzen ordert ihr in erster Linie Truppen – um Blockaden zu errichten, Häuser zu besetzen oder Gegner zu vernichten. Mit den Laternen könnt ihr eure Skills in den einzelnen Fähigkeitsbäumen ausbauen und werdet somit immer stärker.

Gold erhaltet ihr durch die Raubzüge mit „Mr. Lightfinger“ oder von erledigten Gegner beziehungsweise durch das Absolvieren von Auftragsmorden. Die Laternen holt ihr euch durch bestimmte besetze Gebäude [Handelshäuser] und durch diverse Skills die ihr erhöhen könnt. Eure Schlägertruppe kann ebenfalls verbessert werden. Dazu müsst ihr einfach mit ihnen andere Figuren beseitigen und schon erscheint ein feines Upgrade-Fenster. Dort können wir beispielsweise den Schadensoutput der Truppe erhöhen.

Zum Abschluss wollen wir noch ein paar Worte zur Technik verlieren. Grundsätzlich geht das dargebotene in Ordnung aber man merkt dem Spiel den Drang auf Android und iOS an. Eine maximale Auflösung von 1.024 x 768 Pixel ist schon sehr weit unter dem Standard den wir heutzutage gewohnt sind.

So sieht dann das eigentliche Spielgeschehen aus. Hier stehen wir kurz vor dem Sieg.

Spielspaß:

 

 

 

 

Fazit:

Antihero ist ein feines Strategiespiel für ein paar Spielstunden. Am PC sitzend ist es mir dann aber doch mit der Zeit zu langweilig und vor allem zu ungemütlich. Auf dem Smartphone hingegen kann ich mir das wunderbar vorstellen, ich würde euch die mobile Version des Titels empfehlen.


Antihero findet ihr bei Steam für 14,99€

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