Test: Acaratus – Geheimtipp für Taktik-Fans

In der Welt von Acaratus trifft sich das Mittelalter und Stahlkolosse auch als Mech bekannt. In diesem rundenbasierten Steampunk-Taktikspiel haben wir eine erstaunlich gute Zeit verbracht. Wieso Genrefans dem Titel eine Chance geben sollten klärt unser Test.

Wir gründen eine Revolution

In Acaratus wird unsere Heldin Adina nicht wirklich freiwillig zur großen Revolutionsführerin, eigentlich ist sie Sklavenhändlerin. Direkt zu Beginn, also im Tutorial, müssen wir die Flucht ergreifen. Gerade unser letzter Sklave Bolt erweist sich als großartiger Weggefährte. Er diente früher bereits in einem Krieg in der Armee, so können wir die ersten Schlachten recht entspannt angehen. Die zwei Helden streiten sich unentwegt was zu etlichen witzigen Momenten führt. Dargestellt und vorangetrieben wird die Story durch In-Game-Gespräche die ab und an sogar Multiple-Choice-Antworten erlauben. Überhaupt scheint Adina kein wirklicher Menschenfreund zu sein, sie hat so ziemlich mit jedem Weggefährten zu Beginn Stress – das macht sie direkt sympathisch.

Mit der Zeit beginnt sie an die Revolution zu glauben, Bolt nimmt ihr ihre Ängste und sie selbst formt sich zur legendären Anführerin. Zudem steht Rache als Hauptmenü auf dem Plan, warum das so ist findet ihr am besten selbst heraus.

Eine Mecharmee

Verfügen wir zu Beginn von Acaratus lediglich über einen einzigen Mech werden es mit der Zeit immer mehr. Maximal sechs metallische Freunde können wir in unserem Trupp ausrüsten. Die einzelnen Mechs werden aus unterschiedlichen Teilen selbst zusammengebastelt. Dieses Gameplay-Element macht verdammt viel Spaß. Wir benötigen mehr Fernkämpfer, flugs den Arm mit dem Schwert abgerissen und eine Armbrust rangeschraubt. Das Ganze geht kinderleicht von der Hand und ladet zum tüfteln sein.

Wir können einen fliegenden Mech bauen oder richtig fette Beine verwenden, zudem lassen sich etliche Gadgets zusätzlich anbauen die enorme Boni verschafften wie beispielsweise mehr Armor (Verteidigung) oder die Krit-Chance um 120% steigern. Durch Levelaufstiege unserer Heldin können wir zusätzliche Boni freischalten. Die Mechs selbst werden mit Gold aufgewertet das wir von erledigten Gegnern, abgeschlossenen Quests oder aus Schatzkisten bekommen.

Ein Deck für die Specials

Acaratus ist ein Taktikspiel welches seine Gefechte rundenbasiert ablaufen lässt. Wer das Genre kennt weiß sofort Bescheid. Bewegen, Angreifen oder lieber einen Doppelangriff fahren und auf Deckung achten – das sind die üblichen Eckpfeiler.

Als zusätzliches Gameplay-Element verfügen wir noch über ein Kartendeck das wir selbst zusammenstellen dürfen. Darin verbergen sich tolle Funktionen und Angriffe wie „Dash“. Unser Nahkämpfer sprintet blitzschnell in eine Richtung und wirft den gewünschten Gegner etwas zurück, im optimalen Fall geht der erste Widersacher auch gleich zu Boden. Dann können wir direkt einen weiteren Angriff ausführen.

Falls unser Nahkämpfer von etlichen Feinden umzingelt ist zaubern wir ihm ein Schild auf den Metallpanzer und schützen ihn somit vor den heftigen Angriffen. Wir können Gegner verlangsamen oder uns beschleunigen. Hier finden sich etliche Spielereien die dem Titel noch mehr Tiefe verleihen:

Nebenbeschäftigung

Wer den Story-Modus von Acaratus abgeschlossen hat kann sich noch im Skirmish-Modus austoben. Dafür könnt ihr euch einen eigenen Charakter und eigene Mechs erstellen. Auch ein Multiplayer-Modus wird angeboten, dieser war aber während unserer Zocksession nicht verfügbar, also können wir dazu leider nichts sagen.

Spielspaß:

 

Fazit:

Acaratus hat mir persönlich doch viel Spaß bereitet. Herangegangen bin ich an den Test ohne Erwartungen da ich bis dato nicht viel von dem Spiel gehört habe. Ich empfehle euch mindestens auf dem normalen Schwierigkeitsgrad zu starten, sonst wird der Titel zu leicht. Die Gameplay-Mischung kann sich in jedem Fall sehen lassen, taktische Gefechte mit selbst zusammengebauten Mechs und einem Kartendeck, sehr nice.


Acaratus findet ihr bei Steam für 13,99€

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