Preview – H1Z1: King of the Kill – Wer wird der Survival-König?

Ursprünglich hat Daybreak Game Company das Spiel als H1Z1 via Early-Access „veröffentlicht“, dort befindet es sich noch immer und vermutlich auch bis zum Weltuntergang. Mittlerweile wurde das Grundspiel umgetauft in H1Z1: Just Survive und nebenbei wurde eben H1Z1: King of the Kill via Early-Access „veröffentlicht“. Die Aufregung in der Spielerschaft war vorprogrammiert, warum sollte man zweimal für das „gleiche“ Spiel zahlen das man ja eigentlich bereits erworben hatte? Das riecht nach Abzocke oder? Der „kleine“ Ableger King of the Kill hat Just Survive mittlerweile locker überholt und bietet eine verdammt große Community. Gleichzeitig ist es aber auch eine Hassliebe, dazu muss man sich nur die „Reviews“ auf Steam durchlesen. Macht es nun Spaß oder nicht? Unser Preview versucht dies zu beantworten.

Wir springen ins Spiel

und zwar mit einem Fallschirm. Der Beginn läuft jedes Mal gleich ab. Wir befinden uns in einer Lobby und weitere Spieler, bei uns meist um die 150 bis 170, schließen sich an. Nun startet der Landeanflug mittels Fallschirm auf die eigentliche Spielkarte. Spielmodus gibt es lediglich einen einzigen und dieser ist Battle Royale oder Hunger Games oder wie ihr das auch immer nennen möchtet. Sprich im Grunde genommen ist es nichts anderes wie das derzeitig so im Hype gelegene Playerunknown`s Battlegrounds.

Sind wir auf der Karte gelandet beginnt sofort der Stress um überleben zu können. Wir plündern Häuser, Autos, Dörfer, Campingplätze – im Grunde genommen alles um an die benötigte Ausrüstung zu kommen. Wir brauchen dringend Waffen, Rüstung und im optimalen Fall ein Fahrzeug um schnell die Zonen wechseln zu können. Die Karte ist schlicht riesig und damit das Spiel auch ein Ende hat wird diese künstlich verkleinert bis nur noch ein einziger Spieler übrig ist, dieser ist dann der Gewinner.

Überall Gift und Flammen

Damit sich die Spieler auch treffen wird auf der Karte eine Zone eingezeichnet die wir, innerhalb eines ablaufenden Timers, erreichen müssen. Je länger das Match dauert desto kleiner wird eben die sichere Zone. Wer glaubt sich hier irgendwo am Kartenrand herumtreiben zu können der irrt sich gewaltig. Sich näherndes Giftgas und Bombenhagel aus Flugzeugen machen das Überleben außerhalb der Zone absolut unmöglich.

Hier erkennt ihr am Horizont das sich nähernde, grüne Giftgas.

Kein Respawn

Sind wir in einem Spiel gestorben heißt das endgültig Abschied nehmen von der aktuellen Runde, eine Respawnfunktion gibt es nicht – wäre auch absoluter Blödsinn. Wir starten die nächste Partie und werden wieder mit dem Fallschirm abgeworfen. Ein paar Übungsrunden solltet ihr schon einplanen bis das Spielprinzip voll und ganz auf euch hinübergegangen ist. Landen, sofort eine Waffe suchen, alle naheliegenden Spieler umnieten, Ausrüstung suchen, gegeben falls ein paar Gegenstände Craften und dann gilt es entweder ein fahrbares Fahrzeug zu finden oder seine Beine in die Hand zu nehmen.

Das schwierigste ist der Beginn eines jeden Matches. Überlebt ihr die ersten Minuten seid ihr aber wundervoll ausgerüstet und wir schafften es dann auch immer unter die letzten 30 Überlebenden. Aktuell persönliche Bestleistung war Platz 2. Überhaupt kommt uns das Zielen dezent schwammig vor, entweder haben wir das „Schusssystem“ noch nicht vollkommen durchschaut oder es gehört auch verdammt viel Glück dazu der letzte Überlebende zu sein.

Optisch angepasst

In H1Z1: King of the Kill können wir unseren Charakter, die Waffen und die fahrbaren Vehikel optisch anpassen. Das System funktioniert ähnlich dem in CS: GO, durch Levelaufstiege erhalten wir Kisten und diese Kisten wollen gegen Echtgeld geöffnet werden. Der Grundgedanke ist recht nett aber die gewohnte Suchtspirale will nicht so recht aufkommen, zu verschwindend gering ist die Chance an Skins zu kommen ohne weiteres Echtgeld in das Spiel zu blasen.

Es gibt zwar auch eine erspielbare In-Game-Währung aber dies geht quälend langsam von statten. Hier müssen die Entwickler definitiv nachbessern. Wenn man sich schon CS: GO als Vorbild nimmt sollte das auch gleich geschmeidig laufen. Die Skins bieten zwar keinerlei Vorteile aber wenn so ein System schon vorhanden ist würde man es auch gerne etwas effektiver nutzen.

Fazit:

Ich würde sehr gerne H1Z1: King of the Kill mit einem Besuch bei McDonalds vergleichen. Macht zwar definitiv kurz Spaß aber nicht richtig satt. Die Optik ist leider nur zweckmäßig aber dafür ist das Spiel auch auf so ziemlich jedem PC spielbar. Wir sind gespannt wohin die Reise gehen wird, Vertrauensvorschuss bekommt dieser Entwickler aber keinen mehr von uns. Wir wollen Taten sehen und keine zweite Early-Access-Leiche.


H1Z1: King of the Kill findet ihr auf Steam für 19,99€ [Early Access]

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